Haustechnik

Planung der Gebäudetechnik für Neu- und Altbauten, Wohn- und Nichtwohngebäude

Wärme: Effiziente, regenerative Wärmeerzeugung (Heizung, Warmwasser) mit geringen Verlusten 

Kälte: Effiziente, möglichst passive Kühlsysteme für Gebäude

Lüftung: Komfortlüftungssysteme, zentral oder dezentral, für gute Luft, mit hoher Effizienz 

Sanitär: Ausstattung je nach Wunsch und Möglichkeiten, wir beraten und planen

Plustechnik: Fotovoltaik, Batterien und Managementsysteme für eine effiziente Nutzung des Eigenstroms

Smarthome: Effiziente Steuerungen und Informationssysteme für effiziente Gebäude. Motto: Weniger ist mehr !

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Quelle: Franz Alt

Wir betreuen Ihr Projekt von den ersten Ideen bis zur Fertigstellung, Inbetriebnahme und Überwachung im Betrieb.

Gemäß dem Firmenslogan „Planer für energieeffizientes Bauen“, suchen wir im Rahmen der Gebäudekonzepte nach den nachhaltigsten Lösungen für unsere Kunden. Ziel ist dabei eine möglichst 100% Deckung des Energiebedarfs durch regenerative Energien zu finden. Wenn am Haus Energie gewonnen werden kann z.B. durch Fotovoltaikmodule auf dem Dach, kombiniert mit Speichersystemen im Haus, einem intelligenten Management und Nutzerverhalten das die Eigenverbräuche und den Autarkiegrad maximiert, kommen die Konzepte dem idealen Prinzip der Nachhaltigkeit sehr nahe. Je weniger Energie wir verbrauchen und je mehr wir zeitnah selbst erzeugen, desto unabhängiger werden wir von den Risiken der Energieversorgung, sowohl regional, als auch national und international.

Oberstes Ziel zur Zukunftssicherheit von Gebäudekonzepten ist, den Energiebedarf der Gebäudehülle so weit wie möglich zu reduzieren und auf diesen, langfristig deutlich geringeren Bedarf die Technik auszulegen. Dann sind die erforderlichen Leistungen wesentlich geringer und die Regelungen werden einfacher, was die Investition in die Gebäudetechnik effizienter und günstiger in Investition und Unterhalt macht.

Wer allein den Kessel tauscht, springt zu kurz !

Wer im Altbau seinen alten Ölkessel gegen einen neuen Ölbrennwertkessel austauscht sollte überlegen, ob er vergleichbar zum Auto, allein den Motor gegen einen effizienteren austauschen würde, ohne über das Gesamtsystem nachzudenken. An den hohen Energieverlusten des Systems „Gebäudehülle+Nutzung“ ändert sich durch den neuen Kessel nichts, nur die Kesselverluste in der Wärmeerzeugung werden geringer. Wenn bei sicher steigenden fossilen Energiepreisen Sanierungsmaßnahmen an Altbauten vorgenommen werden, sind die Leistungen der neuwertigen Kessel in der Regel deutlich zu hoch, was die Kessel ineffizienter, oder Zusatzinvestitionen in die Technik erforderlich macht. Grundsätzlich sollte daher jeder Maßnahme in der Technik eine Energieberatung vorgeschaltet werden, die eine stufenweise Sanierung hin zu einem Gesamtsanierungskonzept zum Ziel hat. In der Summe der Chancen und Abwägung der Risiken ergeben sich in der Regel bessere und mittelfristig wirtschaftlichere Lösungen als allein der Kesseltausch, vor Allem wenn man die Förderungen zur Energieeinsparung und sonstiger Vorteile dazu rechnet.

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Quelle: Energy4Europe und EU Climate Action

Effektivität ist nicht Effizienz

Es ist effektiv z.B. einen Brand mit Sekt zu löschen, jedoch nicht effizient, weil es sicher nicht ökonomisch ist. Das Ziel früherer Energieerzeuger war deren Betrieb effektiv und sicher zu gestalten. Die Kesselanlagen wurden selbst für den hohen Energiebedarf alter Gebäude deutlich zu groß ausgelegt. Damit gab es eine effektive Wärmebereitstellung mit standardisierter Technik, meistens auf Basis Heizöl. Heutige Neubauten haben einen wesentlich geringeren Energiebedarf, die Technik und die Energie sind relativ teuer geworden und die Normen, Förderstellen schreiben eine gute Planung und Qualitätssicherung vor, damit die Technik sehr effizient eingesetzt wird. Eine qualifizierte Heizlastberechnung zur Bestimmung der „Kessel“-leistung in kW, der Massanzug für den Wärmeerzeuger, ist heutiger Standard in einem serösen und ausgewogenen Gebäudekonzept. Im Besonderen bei den zunehmenden Wärmepumpenanlagen ist es wichtig die Leistung zur Wärmeerzeugung (Heizung, Warmwasser) zu kennen und darauf die WP-Leistung und die Entzugsleistung der Wärmequelle (Luft, Erde, Wasser) sicher abzustimmen. Schätzungen und deutliche Überdimensionierungen kosten ein Vielfaches der „eingesparten“, genaueren Berechnung. Eine zu geringe Dimensionierung (Bohrungen, Brunnen, erhöhter Warmwasserverbrauch), die die Effizienz der Wärmepumpe massiv reduziert, kostet dauerhaft teure direktelektrische Energie. Es lohnt sich in der Technik immer den effizienten Ansatz zu suchen und das Haus als Gesamtsystem Hülle+Technik zu sehen ! 

Wer an der Lüftungsanlage spart, spart kein Geld und verzichtet vor Allem auf Komfort

Neue, bzw. auf neue Standards sanierte Gebäude sind automatisch wesentlich luftdichter als das früher war. Luftdichtes Bauen verhindert Wärmeverluste durch unkontrolliertes Entweichen warmer Luft durch Flächen und Fugen. Seit 1998 ist luftdichtes Bauen der anerkannte Stand der Technik. Mit der Wärmeschutzverordnung 1995 wurde die Luftdichtheit erstmals in die Wärmebilanz von Gebäuden eingerechnet, mit der Energieeinsparverordnung ab 2002 gab es erstmals einen 20%-Energiebilanzbonus für eine Qualitätssicherung der Gebäudedichtheit durch eine „Blowerdoormessung“. 

Das scheinbare und widerkehrende Argument, „Bisher ging es auch ohne Zwangslüftung“, zählt heute nicht mehr, da ältere Gebäude durch ihre Undichtheiten vom Keller bis zum Dach und vor Allem auch den alten Fenstern, einen ständigen Luftaustausch, aber auch Wärmeverlust hatten. Bereits wenn neue, dichte Fenster in ein älteres, sonst unsaniertes Gebäude eingebaut werden, nimmt die Luftqualität im Raum massiv ab, d.h. der CO2-Pegel steigt bei gleichem Lüftungsverhalten massiv an. Das ist nicht weiter schlimm, weil man das nur indirekt wahrnimmt durch z.B. Müdigkeit oder das Empfinden „schlechter“ Luft, wenn man den Raum wieder betritt. Schlimm ist das Ansteigen der Raumluftfeuchte, was zu feuchteren Oberflächen bis zum Schimmel führt. Durch deutlich intensiveres, aktives Lüften könnte dem entgegengewirkt werden, das hat aber Grenzen, vor allem bei Berufstätigen.

Ein gesamtheitlich saniertes Gebäude und im Besonderen ein Gebäude im Neubaustandard und besser ist heute luftdicht, unabhängig von der Bauweise, um den Faktor 5-10 dichter als der Altbestand. Wenn 2x am Tag bisher zu Lüften reichte, sind es jetzt mindestens 6-8 x am Tag mit Querlüftung, um gute Luft zu gewährleisten und Schimmel zu vermeiden. Mit jedem Lüftungsvorgang geht teuer erzeugte Wärme verloren. Bei neuen Gebäuden machen die Lüftungswärmeverluste durch Fensterlüftung bis zu 50% des gesamten Heizenergiebedarfs aus. Es verschleudert wertvolle Energie und macht Investitionen in verbesserte Gebäudehüllen (Effizienzhaus, Passivhaus), ohne Lüftung mit Wärmerückgewinnung unwirtschaftlich. Die Qualität angenehmer Raumtemperaturen, -feuchten, niederer CO2-Pegel (=frische Luft)  und das ohne Zug- und Kaltluft ist eine Eigenschaft der Komfortlüftungskonzepte in Verbindung mit einer hohen Effizienz durch Wärmerückgewinnung. Die Frage ob es eine Lüftung braucht ist nicht die Frage wann sich die Investition rechnet, da moderne Lüftungsgeräte Leistungszahlen von >15 (Wärmepumpen >3 !)  haben, sondern ob man den Komfort möchte, den sie bieten !

Wir raten generell zu effizienten Lüftungskonzepten und planen diese individuell nach den Anforderung der Nutzung.  Unser langjähriger Partner Markus Meyer, Fa. Airoptima, ist der erfahrenste Planer in effizienter Komfortlüftung !

Keiner unserer Bauherren schläft heute noch im eiskalten Schlafzimmer, da die Luftqualität der des Sommers entspricht und das bei geschlossenen Fenstern. Fenster werden individuell geöffnet, da gibt’s kein Verbot, jedoch wird im Winter die Luft im Raum nicht besser und Wärme geht unnötig verloren, also bleiben sie normalerweise zu.  Auch hier ein Vergleich zum Auto: Wer öffnet während der Fahrt das Fenster wenn die Luftqualität innen passt ?

Kühlen ist das neue Heizen !

Es gibt zwei schlagende Gründe für das Kühlen von Räumen. Wenn interne Wärmequellen durch eine hohe Nutzungsdichte (Personenanzahl) bzw. interne technische Geräte (PC, Bildschirme, Server) vorhanden sind, wie z.B. in Schulräumen oder Büros, aber auch wenn es außen sehr warm ist, was sogar in unseren Breiten mit dem Klimawandel eine wachsende Anforderung werden wird. Fürs Kühlen gilt das Gleiche wie fürs Heizen: Der Energiebedarf dafür sollte durch Architektur und eine gut gedämmte Gebäudehülle möglichst gering gehalten werden. Für den sommerlichen Wärmeschutz sind zusätzlich Verschattungseinrichtungen erforderlich. Wenn das beachtet wird, ist der Aufwand zum Kühlen gering und kann in der Regel effizient passiv durch Nachtlüftung oder /und Nutzung der Erdwärme erfolgen. Die Baumasse hat Einfluss auf die Kühlung, der Effekt sollte in unseren Breiten jedoch nicht überbewertet werden, da auch hier das Thermoskannen-Prinzip gut gedämmter Gebäude gilt: Was gut für die Kälte im Winter ist, ist es auch für die Hitze im Sommer. Für Passivhäuser gibt es dazu eine Vielzahl von Untersuchungen, die das bestätigen. Unser bestes Beispiel dazu ist das Raumfahrtzentrum von Dubai. Ein  zweigeschoßiges Büro in Holzbauweise, das wir als Passivhaus zertifizieren durften. Die Lüftungsanlage wird über Nacht ausgeschaltet, weil festgestellt wurde, dass sich das Gebäude, bei nachts über 45°C außen, maximal 1°C aufheizt und Raumtemperaturen über den Tag  unter 24°C gehalten werden können und das bei Tag über 50°C und einer Kühlleistung die 90% geringer ist als sonst üblich.

Die Sonne schickt uns keine Rechnung

Dieser Slogan von Franz Alt ist nach wie vor in aller Munde. Die Sonne ist unsere wesentliche Energiequelle der Gegenwart und vor allem in der Zukunft, wenn es darum geht 100% regenerativ zu werden. Das schützt das Klima aber auch langfristig unseren Wohlstand und Lebensqualität.

Um die Sonne am Haus nutzen zu können, braucht es Technik und erhebliche Investitionen dazu. Was von vielen Bauherren nicht ausreichend beachtet wird, ist dass die Sonne in unseren Breiten während der warmen Jahreszeit, wenn keine Heizung läuft, Energie im Überfluss liefert, jedoch in der kalten Jahreszeit sehr wenig. Heizen mit der Sonne funktioniert daher nur in wenigen Ausnahmen hocheffizienter Gebäude (Passivhaus), in Verbindung mit Fassaden integrierter Solarthermie und großen Pufferspeichern, oder in weniger effizienten Gebäuden (Sonnenhaus) mit sehr großen Solarthermieanlagen und gebäudehohen Langzeitpufferspeichern.

Mit dem Strom aus der Fotovoltaik ein Einfamilienhaus zu heizen ist nicht wirtschaftlich, weil es noch sehr teuer ist Strom zu speichern. Den Strom im Sommer durch PowertoGas in Wasserstoff oder Methan umzuwandeln und zu speichern, ist die Zukunft für den überschüssigen Strom aus PV und Windkraft. Damit können Gasbrennwertkessel regenerativ und klimaneutral betrieben und Gebäude damit mit Wärme versorgt werden.

Den täglich erzeugten Strom aber heute schon zu nutzen, in einer Batterie über 12 h zu speichern, maximal im Haus zu verbrauchen, ist bereits wirtschaftlich und kann über das Jahr gerechnet sogar Kostenneutral sein. Das Zweifamilien-Passivhaus in Weitnau ist dazu unser Musterhaus und zeigt durch ständiges Monitoring die ideale Auslegung des Gesamtkonzeptes.     

Bei einer Investition in Solare Anlagen gilt es den gesamtheitlichen Denkansatz Gebäudehülle,-nutzung,-technik.-unterhalt im Auge zu behalten. Die Sonne schickt uns keine Rechnung, die Investitionen zur Nutzung der Sonne sind in jedem Fall erheblich und sollten wohl abgestimmt werden, damit sie auch effizient sind. Wir beraten Sie dazu!    

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Zweifamilienhaus Herz-Vibert, Lüftung zentral je Wohneinheit, Wärmeverteilung Nahwärme-Frischwassertechnik-Puffer und Leitungen, Elektrotechnik mit Batteriespeicher (SONNEN), Monitoring PV+Speicher+Management

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Stromverbrauch / PV Erzeugung / Batteriebetrieb am 10. Jan. / Volle Batterieladung nach einem sonnigen Januartag!