Holz brennt leicht ...
Falsch! Eine richtig dimensionierte Holzkonstruktion hält Feuer länger stand als z.B. Stahl- oder Stahlbetonteile. Die beim Brand entstehende Kohleschicht wirkt wie eine Art Schutzmantel. Holz enthält außerdem bis zu 15% Wasser, welche bei einem Brand erst verdampft werden muß (bei einer Tonne Holz sind das bis zu 150 kg Wasser).
Holz wird feucht ...
Falsch! Holz wird häufig als Baustoff auch in feuchter Umgebung wie z.B. in Saunen, Hallenbädern, Badezimmern, etc., eingesetzt. Dies deshalb, weil Holz feuchtigkeitsregulierend wirkt. Wichtig ist nur, dass feucht gewordenes Holz auch wieder trocknen kann.
Holz wird von Schädlingen befallen ...
Falsch! Grundsätzlich sind Konstruktionen so genau und sauber auszuführen, daß ein Schädlingsbefall nicht möglich ist. Generell gibt es 3 Möglichkeiten des Holzschutzes:
- den baulichen bzw. konstruktiven Holzschutz
Das Bauwerk bzw. der Bauteil ist so auszuführen, dass Holz nicht feucht und damit anfällig werden kann (z.B. mit Dachvorsprüngen oder hinterlüfteten Verschalungen).
- den natürlichen Holzschutz
Natürliche Anstriche mit Mitteln wie z.B. Wachs oder Leinöl.
- den chemischen Holzschutz
Imprägnieren von Holz mit chemischen Mitteln. Dieser verliert aber immer mehr an Bedeutung.
Holz ist nicht langlebig ...
Falsch! Der Beweis steht in jeder Altstadt: Fachwerkhäuser, die teilweise schon über 500 Jahre alt sind. Oder: Venedig steht seit über 800 Jahren auf Holzpfählen.
Holz ist nicht robust ...
Falsch! Holz ist im Verhältnis zu seiner hohen Festigkeit relativ leicht. Gerade deshalb ist es heute wieder ein beliebtes Baumaterial für Hallen, Brücken, Industriebauten, Kindergärten, etc..
Holz dämmt schlecht ...
Falsch! Die Zellstruktur des Holzes speichert die Wärme. Deshalb ist Holz ein ganz schlechter Wärmeleiter und das ist gut für die Dämmung. Sie können das selbst ausprobieren: Halten Sie ihre Hand zuerst auf eine Holzoberfläche und dann auf einen Ziegelstein. Holz fühlt sich sofort wärmer an!
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